
Urbane Entwicklung St. Rochus
Im Einklang mit der Geschichte Dieburgs
Entwurfsziel ist eine städtebauliche Gesamtfigur, die keine willkürliche Setzung darstellt, sondern sich zwingend aus dem Ort ableitet. Ausgangspunkt dazu ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes und in der Folge dessen Transformation in Verbindung mit der Aufnahme des städtebaulichen und historischen Kontext. Das, was bereits da ist, wird wahrgenommen und konzeptionell mit den funktionalen Anforderungen der Bauaufgabe verbunden.
Die Besonderheit des Ortes gründet neben der seit 1884 bestehenden Nutzung als St. Rochus Anstalt auf der Position an der Nahtstelle Altstadtraum-Stadtmauer auf der einen und Wallanlagen-Landschaft auf der anderen Seite. Das neue Ensemble auf dem Rochusareal ist dementsprechend als stadträumliche Kombination von Verdichtung-Fassung und Offenheit-Durchlässigkeit konzipiert.
Reste von Stadtmauer, Wallanlage und Turmstumpf werden zusammen mit der Rochus-Kapelle als historische Identifikationsträger erkannt und wahrnehmbar eingebunden. Das neue Ensemble stellt sowohl in Funktion als auch Gliederung ein Bekenntnis zur historischen Kontinuität dar. Es reagiert sensibel auf die unmittelbare Umgebung und entfaltet zugleich städtebauliche Wirkung. Es entsteht ein signifikanter neuer Ort inmitten der Stadt, an dem sich vielfältige und lebendige Interaktionen zwischen Bewohnern, Nachbarn, Besuchern und Bürgern entfalten können.
| Status | Konzeptvergabeverfahren, 2021, 1.Preis |
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| Standort | Dieburg |
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| Leistungen | LPH 1-2 |
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| Modell | mad Modellbau, Frankfurt am Main |
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| Visualisierung | Claude Wantz Architektur und Visualisierung, Düsseldorf |







